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In einer Zeit, in der der Klimanotstand die Todesglocke für Einweggebäude läutet, hat das National Committee for the Development of Wood (CNDB) beschlossen, kurzlebige Holzkonstruktionen hervorzuheben. Das leichte, ökologische, modulare und abnehmbare Holzmaterial bietet ästhetische und funktionale Lösungen für jede Art von Veranstaltung oder temporären urbanen Eingriff. 

Holz, modular und reversibel

Leichtgewichtig, einfach zu montieren und zu demontieren, ermöglichen Holzkonstruktionen eine schnelle Umsetzung auf der Baustelle und eine große Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Projektkonfigurationen.

Die Vorfertigung in der Werkstatt spart Zeit und Platz auf der Baustelle. Diese Reduzierung verschiedener Belästigungen im öffentlichen Raum wird von den Projektleitern besonders geschätzt, um den logistischen Zwängen der Montage von temporären Strukturen gerecht zu werden.

Der Holzbau ermöglicht eine gewisse Skalierbarkeit des Gebäudes, besonders geeignet für ein temporäres Projekt. Dank der Einfachheit der Baugruppen und ihrer abnehmbaren Natur ist es möglich, die Räume während der gesamten Lebensdauer des Gebäudes nach Bedarf zu vergrößern oder zu verkleinern. 

Ebenso haben Holzkonstruktionen am Ende des Projekts den Vorteil, dass sie leicht demontiert werden können, was eine direkte Wiederverwendung von Materialien oder ein Recycling ermöglicht.

Die Leichtigkeit der ephemeren Holzbauten ermöglicht den Erhalt der Interventionsstellen, indem die künstliche Bodenbeschaffenheit reduziert und die Fundamente aufgelockert werden. 

Holz, eine plurale Ästhetik

Die unterschiedliche Verwendung von Holz im Gebäude mit seinen vielen Holzarten ermöglicht eine plurale Ästhetik dieses Materials. Der Holzrahmen kann alle Arten von Verkleidungen sowie verschiedene Dämmstoffe, insbesondere biobasiert, aufnehmen. Strukturell erlauben Holzwerkstoffe große Freiheiten in Form und Volumen sowie hochtechnische architektonische Systeme.

Holz, ein Material der Zukunft

Holz, der am weitesten verbreitete biobasierte Baustoff, hat auf verschiedenen Ebenen anerkannte Umwelttugenden. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und seine Verwendung trägt dazu bei, die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen im Bauwesen zu reduzieren, da der Schnitt durch Neupflanzungen kompensiert wird.

Darüber hinaus ist Holz als Material bekannt, das eine große Menge Kohlenstoff zwischenzeitlich speichert. Für seine Herstellung wird wenig Energie benötigt und es ist wiederverwendbar und am Ende seiner Lebensdauer wiederverwertbar. Die energetischen, thermischen, akustischen und strukturellen Eigenschaften von Holz sind ebenfalls anerkannt und machen es zu einem attraktiven und wettbewerbsfähigen Material für den temporären Bau.

Emblematische Projekte

Als schönes Beispiel für eine temporäre Holzkonstruktion öffnete das Grand Palais Éphémère im Mai 2021 für einen Zeitraum von 4 Jahren während der Renovierung des Grand Palais seine Türen. Diese 10 m000 große Struktur auf dem Champ-de-Mars, entworfen von Jean-Michel Wilmotte, bietet Platz für ein großes Publikum in einem leistungsstarken und komfortablen Gebäude. Das für den Bau des Grand Palais Éphémère verwendete Holz ist PEFC-zertifiziert, also aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.

Im kleineren Maßstab ist das Palais de la Découverte Éphémère im 15. Arrondissement, das von der Agentur Construire entworfen und von Charpente Cénomane für Universcience produziert wurde, beispielhaft für die Minimierung der Auswirkungen des Gebäudes auf seine Umgebung. Die Konstruktionen werden auf metallenen Verteilerplatten platziert, die beim Abbau entfernt werden können, ohne den vorhandenen Boden zu verändern. Die Vorfertigung der Strukturmodule im Werk ermöglicht eine effiziente Montage vor Ort, Konstruktionstechniken garantieren eine einfache Montage, Demontage und Wiederverwendung.

Agenda: wird bald entdeckt!

Vom 2021. bis 15. Juli findet im Grand Palais phémère das Internationale Holzbauforum 17 statt. Die Wahl dieses Gebäudes passt perfekt zu den Themen des Forums, insbesondere zu Klimafragen im Bausektor.

Das CNDB findet Sie im Forêt-Bois-Raum, einem 185 m² großen Raum, der ephemeren Holzarbeiten (Szenografie: Anne-Sophie Acomat - DAAO Studio / Strukturen: Simon Hulin - EKILAYA) und Möbeln aus der Wiederverwendung gewidmet ist. Raum FED2 02.

Bildmaterial:

1) Rahmen des Grand Palais Éphémère © Patrick Tourneboeuf
2) Blick auf den Ephemeral Discovery Palace © Construire
3) 3D-Ansicht des Wald-Waldgebiets © CNDB

Um mehr zu erfahren, besuchen Sie Standort und CNDB-Netzwerke.

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