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Die Einrichtung der Large Documentary Facility in Aubervilliers ist Teil des umfassenden Plans zur Dezentralisierung der Universitäten auf nationaler Ebene, zu dem auch der Condorcet Campus gehört.

Der architektonische Teil wurde entwickelt, um den Herausforderungen der Politik der Dezentralisierung des Bildungswesens und seiner Integration in die Territorien gerecht zu werden. Die Schaffung des Campus Condorcet zielt in der Tat auf eine bessere geografische Verteilung der Universitäten und folglich auf den Zugang zu Wissen für alle ab. 

Die Architektur steht voll und ganz im Einklang mit diesen Ambitionen und wurde als zukünftiges Lernzentrum konzipiert, um dank einer Diversifizierung der Programme, einer Offenheit gegenüber der Stadt und einer Anpassung an neue kooperative Arbeitsmethoden für Lehrer und Schüler bahnbrechende Bildungsintentionen zu verwirklichen. 

Schließlich wird die Architektur in den Dienst eines neuen Lehrparadigmas gestellt. Das Gebäude besteht aus zwei großen asymmetrischen Baukörpern, die durch zwei Brückenbauten verbunden sind, wie die Vielzahl von Brücken, die das GED zwischen Wissen, Wesen, der Umgebung und dem Ort errichtet.

Die nicht tragenden opaken Metallfassaden werden durch den Tanz der verschiedenen schrägen klaren Platten und grauen Metallbalkone belebt, die manchmal in die Gebäude eindringen, manchmal aus ihnen hervorgehen und das Gewicht und die Masse erleichtern. Diese Fassaden haben leistungsstarke thermische Eigenschaften und gewährleisten eine einfache Wartung. 

Die Volumen sind als Echo dieser Industrieschlösser konzipiert, die einst das Gebiet von Aubervilliers bevölkerten. Das System aus Glasfassaden mit filternden Jalousien wurde gewählt, um natürliches Licht zu liefern. Es wird von vertikalen, mit Metall verkleideten Modulen unterbrochen, deren Struktur an die industrielle Vergangenheit des Standorts erinnert. 

Das rational durchdachte Projekt begünstigt die Einsparung von Mitteln, insbesondere durch die Umsetzung einfacher Formen, und bietet gleichzeitig großzügige und funktionale Räume, die dem Studium und der Forschung förderlich sind. Die Lichträume sind hierarchisiert durch sehr ausgearbeitete Übergänge zwischen öffentlichen und intimeren Sphären, und alle stehen in Beziehung zur Außenwelt.

Was den Bezug zur Nachbarschaft betrifft, markiert die GED einen grundlegenden Unterschied zu den historischen Industriewerkstätten. Während letzteres eine relative Undurchsichtigkeit und einen introvertierten Charakter zeigte, ist das Hauptmerkmal der neuen Ausrüstung, dass sie auf allen Ebenen vollständig offen für ihre Umgebung ist. 

Die Transparenz des Erdgeschosses ist offensichtlich. Es versteht sich als Einladung, Coworking Spaces, Open Spaces, den Buchladen, die Mensa oder auch das Forum zu entdecken und zu üben. 

Transparenz und Durchlässigkeit sollen die Jugend des Quartiers für Wissen begeistern, wie es das Konzept des Lernzentrums empfiehlt. Über die Transparenz hinaus verstärkt ein System von Straßenkreuzungen, insbesondere der diagonalen Mittelachse, diesen Reiz, das als öffentlicher Raum gedachte Gebäude zu betreten. 

Diese Achse ist im Zuge der Gestaltung zum Rückgrat des Campus geworden und zugleich räumliches Bindeglied zwischen allen Studierenden und Forschenden.

 

Bildmaterial ©: Sergio Grazia

 



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