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Südlich von Marseille, im 9. Arrondissement, hat das Architekturbüro Lacube gerade die Umstrukturierung und Erweiterung der Institution Sainte Trinité, einer Privatschule mit Grund-, Mittel- und Oberschule, durchgeführt. 

In Mazargues, im Süden der Stadt, dem Viertel, das von der alten „route de Cassis“ durchquert wird, die sich in Richtung der Calanques erstreckt, nimmt dieses Projekt Gestalt an. Ein emblematischer Stadtteil, der aus einem Netzwerk von Wohngebieten und dichteren städtischen Räumen besteht, die sich um die Struktur eines Dorfkerns herum entwickeln. Die Schule wurde im Laufe der Jahre mehrfach umgebaut und umgebaut. Sie sind der faktische Ausdruck von Antworten auf veränderte Bedürfnisse.

Die angekündigten Ziele für diese Operation waren die Wiederherstellung der funktionalen Kohärenz, die Verbesserung der Empfangsqualität und die Einleitung einer Erneuerung auf der Grundlage des enormen Potenzials des Ortes, des Raums und der Vegetation. Das Projekt ist auch eine Gelegenheit, die Sichtbarkeit der Institution in der Stadt zu stärken, die Verteilung von Außenräumen und die Verwaltung der Hauptströme zu überdenken.

Auf der architektonischen Seite erstreckt sich das Volumen über den öffentlichen Raum, im Geiste und in der Typologie der großen Anwesen von Mazargues. Der Ausdruck einer einfachen Wand nimmt den heiligen Charakter eines Bildungsortes an, lädt aber auch durch seine Porosität zum Dialog ein und offenbart den Empfang im Herzen der Einrichtung.

Ein volkstümliches Motiv aus dem Vokabular regionaler Vorstadtwohnungen, ein Element einer blumenförmigen Claustra, schreibt das Layout des trinitarischen Kreuzes in die Dicke der Wände und verleiht der Einfachheit der Volumen eine Weichheit und zusätzliche Schwingung.

Die Natur steht im Mittelpunkt dieses Sets. Erhalten bleibt die weitläufige Frischeinsel, eine von Platanen gesäumte Wiese, die den Ort strukturiert und ihm einen gesammelten Charakter verleiht. Es wird durch einen für Studierende zugänglichen Park erweitert, der dem natürlichen Gefälle zum unteren Teil des Geländes folgt.

Um diesen großen Landschaftsraum herum sind auf zwei Ebenen der Erweiterungsbau des Gymnasiums und der Grundschule angeordnet, die die Form eines offenen Kreuzgangs vervollständigen und die charakteristische Silhouette des historischen Gebäudes, den Giebel der Kapelle, hervortreten lassen.

Das historische Gebäude, ehemaliges „Internat für arme junge Mädchen von Mazargues“, wurde vollständig saniert (Verstärkung der Fußböden, kontrollierte mechanische Belüftung mit doppeltem Durchfluss, Modernisierung auf elektrische und Beleuchtungsstandards). Die Fassaden wurden mit einem traditionellen, handgefertigten Kalkputz komplett renoviert.

Der konstruktive Ausdruck ist der von Platten, die auf einfachen Wandscheiben gelagert sind. Dazwischen sind durchbrochene Fassadenplatten aus Faserbeton gesetzt, die einen Sonnenschutz für die großen Öffnungen der Unterrichtsräume bilden. Dasselbe Muster, eingeprägt in die Schleier der Fassaden, durchbrochen für die Paneele, projiziert die ineinander verschlungenen Kurven des Trinitarierkreuzes.

Alle Bildungsräume sind durchgehend und profitieren von einer doppelten Ausrichtung, die eine homogene natürliche Beleuchtung der Räume gewährleistet und eine natürliche Belüftung der Räumlichkeiten ermöglicht. Die mechanische Belüftung wurde unabhängig entworfen, mit einem originellen System zum Vorheizen der Lufteinlässe.

 

Bildmaterial: © Florence Vesval

 

 



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