frendeites

Das Projekt befindet sich in der Gemeinde Gréasque, auf einem ländlichen Gebiet, das größtenteils mit Eichen und Kiefern bewachsen ist. Die starken Landschaftsqualitäten dieses provenzalischen Territoriums werden heute durch die Verallgemeinerung von Wohnsiedlungen, die von Projektträgern entwickelt wurden, weitgehend in Frage gestellt.

An der Grenze zwischen den Wohnsiedlungen und dem Wald besteht unser Vorschlag darin, die Morphologie des Landes und seine starke Topographie zu nutzen. Eine einfache, lineare Geometrie, die auf einem Hügel platziert ist, ermöglicht es, die klimatischen und visuellen Qualitäten des Standorts optimal zu nutzen. 

Ziel ist es, diesen Ort bewohnbar zu machen, indem er sich vor dem Mistral schützt und sich der Landschaft öffnet.

Auf einem beengten Grundstück gelegen, ist das Haus auch an der nördlichen Grenze positioniert, um Abstand zum Nachbarn an der südöstlichen Grenze zu halten. Es öffnet sich sowohl nach Norden zur großen Landschaft (Sainte-Victoire) als auch nach Süden zu einem großen Garten, der durch die Lage des Hauses auf der Nordseite frei wird. Diese Achse "Sainte Victoire - Jardin", leicht schräg zur Gebäudeausrichtung, die an der Grenze ausgerichtet ist, wird zur Leitlinie der "Zerlegung" des Projekts. 

Der architektonische Archetyp des zweiseitigen Hauses wird dann missbraucht. Diese beiden Achsen teilen das „traditionelle“ Volumen in zwei unterschiedliche Volumen, das Haus im Norden (stabil, schützend, massiv und voll) und die Spalierterrasse im Süden (frivol, hell und leer). 

Diese Kompositionsdynamik verbessert die internen und externen Beziehungen. Es stellt Einzigartigkeit im Gegensatz von architektonischen Schriften der beiden Bände her, während es eine gemeinsame volumetrische Referenzeinheit bewahrt. 

Indem es mit der Variation des umgebenden archetypischen Modells spielt, drängt sich dieses Haus als offensichtliche Provokation gegenüber dem verallgemeinerten, einheitlichen, standardisierten und idealisierten Wohnen in der Vorstadt auf.

Die verteidigte Architektur ist die der kontextuellen Singularität, die einen einzigartigen Ort schafft und seine gesamte Umgebung aufwertet. 

Es fördert das Know-how lokaler Maurer und spielt mit der Ausdruckskraft von Beton. Dieser rohe architektonische weiße Beton, der nach hoher Expertise ausgeführt wurde, verankert das Projekt in der Kalksteingeologie des Standorts. Der monolithische Effekt, der mit der Loslösung des Volumens einhergeht, erzeugt eine Massen- und Spannungswirkung, die der Fiktion des Ortes eigen ist.

Dieses Projekt behält eine vergrößerte Beziehung mit der Landschaft bei. Es ist ein gekreuztes und nach außen offenes Haus, dessen seltsame Form an dieser Stelle deutlich wird.

 

Bildmaterial ©: SebastienNormand

 



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