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Ein Buch für Liebhaber der Architektur und Kunstgeschichte. Das Buch „Paul Tissier, der Architekt der Goldenen Zwanziger“ zielt darauf ab, einen Schöpfer hervorzuheben, der in seiner Praxis ebenso ungewöhnlich wie der breiten Öffentlichkeit unbekannt ist. 

In den letzten Jahren haben sich Museen, Kunstzentren und Verlage zunehmend neuen Themen zugewandt, die alternative Visionen der Kunstgeschichte anbieten. Hier ist ein neues Beispiel. Dieses Buch, geschrieben von Stéphane Boudin-Lestienne, bietet den Lesern die Möglichkeit, in die Karrieregeschichte eines Architekten einzutauchen, der die Goldenen Zwanziger mit seinem Talent geprägt hat.

Als Ergebnis langjähriger Forschung ermöglicht das Buch vor allem die Entdeckung eines noch nie erforschten Phänomens: die großen Kunstfestivals der 1920er Jahre, großartige Werke von Paul Tissier und seiner Frau Gisèle Grandpierre, zwei außergewöhnlichen Persönlichkeiten. Begeistert von Kunst, Musik und Architektur prägten sie mit ihren Talenten die Roaring Twenties.

Der Architekt Paul Tissier (1886-1926) verwandelte sein kurzes Dasein in ein facettenreiches künstlerisches Abenteuer. Sein Talent als Aquarellmaler und Zeichner hat ihn zum Beispiel Zeuge der Trümmer des Krieges von 1914-1918 werden lassen. 

1923 wurde Tissier von der Société des Grands Hôtels de Nice mit der Organisation außergewöhnlicher Feiern betraut, deren Thema Russland, der Ferne Osten, das alte Rom oder Lateinamerika, aber auch die Unterwasserreiche und viele andere Fantasien rund um Kindheit, Mode oder Mode waren Kubismus. 

Mit seiner Frau Gisèle sorgt er sowohl für die Szenografie als auch für die Inszenierung: In prächtigen Farben bemalte Leinwände, extravagante Kostüme, spektakuläre Tänze, Prozessionen, Seekämpfe, Feuerwerke oder Illuminationen … Paul Tissier realisiert in drei Jahren fast 100 Partys in ganz Europa. Diese erste Monographie schöpft aus den 400 dekorativen Elementen und 2 grafischen Dokumenten, die in ihren Archiven verbleiben, und taucht uns in das Herz der Exzesse der Goldenen Zwanziger ein. 

Paul Tissier wird kurz nach der Organisation seiner hundertsten Party sterben, aber unvergessen bleiben. Dieses Buch zollt ihm heute einen wohlverdienten Tribut, den die Leser am 8. April entdecken können.

Legenden:

Paul Tissier, Villa für Jacques Richepin und Cora Lapacerie, Cap d'Antibes, 17. April 1926

Paul Tissier im Kostüm für den Quat'z'Art Ball, Paris, 1912.

Prinzessin Tscherkakow bei der Party „Ein Hochzeitsfest in Russland“, Hotel Ruhl, Nizza, 26. Februar 1924, Foto Studio Mosesco. 



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