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Anlässlich der ersten Ausgabe dieses Festivals, das im vergangenen Oktober stattfand, produzierte das anonyme spanische Künstlerkollektiv Luzinterruptus ein großes poetisches Stück aus Licht und seiner Lässigkeit. Eine große Wand, die mit unzähligen Notizbüchern mit leeren Seiten bedeckt ist…

Das geschaffene Werk eroberte somit die Plaza Mayor und drängte der ihn umgebenden barocken Architektur seine überwältigende Schlichtheit auf. 

Das Ziel war hier, eine riesige weiße Fläche zu schaffen, die viel Raum für freie Meinungsäußerung lässt, durch eine Collage aus intimen und anonymen Seiten, die vom Wind bewegt werden. Die Show bot den Zuschauern unzählige zufällige Kompositionen aus kollektiven Beiträgen.

Der Schwerpunkt lag auch auf dem Klang, der von den sich bewegenden Seiten erzeugt wurde und zu einer einzigen, konstanten Stimme werden sollte, die sich aus jeder Idee und jedem Gedanken zusammensetzte, die auf dem sich bewegenden, leuchtenden Papier ausgedrückt wurden.

Um dieser „Klagemauer“, die in einem der symbolträchtigsten Viertel Madrids errichtet wurde, Gestalt zu verleihen, wurde eine riesige Mauer mit einer beeindruckenden Gerüststruktur errichtet! Mehr als 4 Notizbücher aus Recyclingpapier wurden dann akribisch arrangiert, um diese durchgehende und gigantische Oberfläche zu erhalten... 

Vor der Installation wurden mehr als 2 Notizbücher in den städtischen Zentren für ältere Menschen in der Stadt verteilt, damit diese ihre Hoffnungen, ihre Befürchtungen, aber auch ihre Gedanken während der Haft zum Ausdruck bringen konnten. So konnten sie ihre Geschichten mit manchmal beunruhigenden Details erzählen. Andere zeichneten lieber und zeigten teilweise großes Talent. Dank dieser Briefe, Gedichte, Geschichten, Worte, Bilder und Kritzeleien konnte diese große leuchtende Erinnerungstafel das Licht der Welt erblicken. 

 



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