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Theoreme Editions ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen zeitgenössischen französischen Designern und Handwerkern aus ganz Europa und bietet für seine nächste Ausgabe ein neues Set von zehn Objekten an.

Der von David Giroire und Jérôme Bazzocchi gegründete Verlag für Objekte und Möbelstücke lädt uns ein, eine Reihe von Werken zu entdecken, die sowohl skulptural als auch poetisch sind und in nummerierten, teilweise limitierten Auflagen angeboten werden.

Zwischen Vorstellungskraft und Expertise schöpft Theoreme Éditions seine Inspirationsquelle aus einem experimentellen Umgang mit Farben und Materialien. Die ausgestellten Arbeiten hinterfragen die Verbindungen zwischen Design, Kunst und Moderne und greifen die Beziehung zwischen Oberfläche und Objekt, Möbel und Skulptur auf. Die Kontraste von Materialien und Texturen machen die Einzigartigkeit des von Adrien Messié entworfenen Tisches Villers aus. 

Dieses Stück kontrastiert das glatte Erscheinungsbild der weiß lackierten Holzplatte mit dem rissigen Erscheinungsbild der mattgrünen Keramikbasis. Hier, wie auch bei anderen präsentierten Objekten, treffen moderne Kunst und abstrakte Kunst auf zeitgenössisches Design. Die von Designer Matteo Garcia entworfene Vase aus lackiertem Fiberglas erinnert an Yves Tanguy und die Surrealisten, aber in einer 2.0-Version, die 3D-Scannen und jahrhundertealte Bildhauertechniken kombiniert. 

Surrealismus und moderne Liquidität zeigen sich auch in der von POOL entworfenen Variante der Achille-Sitze, bei der sich ein Sessel aus technischem Tweed wie ein weiches Material über einen Kubus aus lackiertem Metall legt. Umgekehrt spiegelt der schlanke Modernismus der vom SCMP Design Office entworfenen Aluminiumaufhängungen den vom Bauhaus geerbten amerikanischen Minimalismus wider. 

Der Aluminiumstuhl von Exercice Studio und die plissierte Konsole von Victoria Wilmotte, die mit dem Atelier François Pouenat hergestellt wurden, erinnern wiederum durch den rohen Aspekt ihrer Materialien und Formen an das industrielle Zeitalter der Maschinen, der Massenproduktion und der technischen Reproduzierbarkeit. Ebenso ermöglicht der Ganzkörperspiegel von Wendy Andreu, der den Eindruck eines Aluminiummonolithen in menschlicher Größe erweckt, ein Spiel von Reflexionen auf Spiegellamellen und Einwegglas, durch das man verschmitzt sehen kann, ohne gesehen zu werden. 

Schließlich scheinen die von Service Généraux entworfene und aus matt 3D-bedruckter Keramik hergestellte Maillons-Vase sowie der Hall.Haus-Couchtisch, dessen Glasplatte auf geknoteten Holzseilen schwebt, einen gewissen Formfetischismus hervorzurufen, nicht ohne an Pier Paolo zu erinnern Pasolinis Meisterwerk Théorème, nach dem der Verlag benannt ist. 

Gastkünstler: Clédia Founiau, Vincent Beaurin und Justin Morin.  

 

Von 18 zu 26 März 2022

Montag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr

Raum Bertrand Grimont in Paris

 

Bildmaterial ©: Valentin Fougeray

 



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