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Nach einer europäischen Ausschreibung hat das Designstudio Fritsch-Durisotti gewinnt den von RATP ins Leben gerufenen Wettbewerb zur Erneuerung seiner RER-Stationen. Nach mehr als 5 Jahren Studienzeit erblickte das Projekt endlich das Licht der Welt und die ersten Stationen entstanden.

Treffen mit denen, die dieses ehrgeizige Projekt mit starken Einschränkungen konzipiert haben, um den Transport und die tägliche Umgebung von Tausenden von Einwohnern der Ile-de-France zu erleichtern.

"Neben den funktionalen, technischen und wirtschaftlichen Kriterien, die bei der Auswahl der Lösungen entschieden haben, zeichnet sich dieses Projekt durch die ständige Aufmerksamkeit auf das Wohlbefinden der Reisenden aus. Dies war der Wunsch des RATP-Kunden, den wir von Anfang an geäußert haben." Dieses wesentliche Kriterium stellt den Kompass unseres kreativen Ansatzes dar. Der Nutzer steht im Mittelpunkt der Reflexion der „Erneuerung des RER“, ein erneuertes Erlebnis ist der Schlüssel zu seiner Zufriedenheit.“ unterstreicht die 3 Studioexperten Fritsch-Durisotti.

  • Was war der Auftrag der RATP, ihre Erwartungen, die Herausforderungen und die Ambitionen des Projekts?

Die Spezifikationen von RATP bestanden darin, eine Familie von "Komponenten" zu schaffen, die im Rahmen der Renovierung kleiner und mittlerer RER-Stationen zu den zukünftigen Einsatzstandards werden und voraussichtlich im Zentrum von Paris eingesetzt werden sollen. Erklärtes Ziel war es, den RER-Bahnhöfen, deren Gestaltung aus den 70er Jahren stammt, eine neue Identität zu erfinden, die durch die Erneuerung der gesamten Bahnsteigausrüstung den RER-Bahnhöfen eine neue Handschrift verleiht. RATP wollte auch, dass Reisenden besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird, was zu einer positiven und lohnenden Erfahrung führt. Gegenstand der Studie waren Fahrgastwartesysteme, Fahrgastinformation, Bahnsteigbeleuchtung und Leitplanken. Diese mehreren Komponenten sind als Unterflur-, Antennen- und Markisenversion erhältlich.

  • Warum hat RATP Sie mit diesem Projekt betraut?

Für die RATP arbeiten wir seit vielen Jahren zu unterschiedlichen Themen wie Metro-Zugangsschließsysteme, Bahnsteigschränke oder Flurbeleuchtung. Daher ist es selbstverständlich, dass RATP uns gebeten hat, an diesem besonders ambitionierten Wettbewerb teilzunehmen. Unsere Expertise im globalen Design kommt bei einem solchen Projekt zum Einsatz, bei dem Nutzung, Imageprobleme, Qualität, Haltbarkeit, Kriterien für nachhaltige Entwicklung, "Design to Cost" und industrielle Machbarkeit in die angebotenen Lösungen integriert werden müssen. Wir kennen RATP gut, aber jeder Wettkampf ist eine neue Herausforderung. Die Wahl fiel aus zwei Gründen auf unser Studio: Erstens, weil unsere Antwort die Idee einer Reise und eines Erlebnisses beinhaltet, das jedes Mal erneuert wird, insbesondere durch die Vielfalt der angebotenen Atmosphären. Dabei standen insbesondere der warme Charakter der Wartebereiche und die Aufmerksamkeit auf Materialien, Formen, Farben und Beleuchtung im Mittelpunkt, die vier von der Wohnwelt inspirierte Atmosphären wie das Wohnzimmer oder die Bibliothek suggerieren. Der zweite Grund ist, dass wir uns ein "Multifunktionsmast"-System vorgestellt haben, das wie ein Baum so viele Äste wie nötig entwickelt, um die gesamte Ausrüstung zu tragen: Körbe, Kameras, Lautsprecher, Fahrgastdisplay, Karten, Geräte, Sicherheit, Dockbeleuchtung, etc. Dieses Branchenprinzip ist skalierbar und nimmt auch zukünftige, noch nicht definierte Dockanlagen vorweg.

  • Was ist Ihr Interventionsfeld bei jedem der Projekte? Inwieweit ist das Projekt standardisiert und/oder bedarf es einer Anpassung?

Ziel dieses Projekts ist es, einen Katalog von Komponenten zu entwerfen, der durch sein Design und seine Anpassungsfähigkeit alle Installationskonfigurationen erfüllen kann. Die Rolle dieser Ausrüstung besteht auch darin, trotz ihrer Vielfalt an allen Stationen eine Gesamtkonsistenz und ein transversales Image zu installieren. Darüber hinaus steht natürlich aus wirtschaftlichen Gründen das Konzept der Komponentenstandardisierung im Mittelpunkt des Projekts.

  • Was sind die spezifischen Zwänge für die Entwicklung dieses Raumtyps?

Es gibt viele Einschränkungen, die erste ist, dass die Produkte über eine Lebensdauer von mindestens 30 Jahren in einer oft lebensfeindlichen Umgebung (insbesondere in der Luft) haltbar sind und vorsätzlichen Beschädigungen aller Art ausgesetzt sind: Etiketten, Kratzer, Feuer, Säure, etc. Der Gedanke der Gerätewartung während ihres gesamten Lebenszyklus ist eine Einschränkung, die vorhergesehen werden musste. Sie rechtfertigte eine enge Zusammenarbeit mit den RATP-Teams und insbesondere mit den „Maintainern“, die ja auch Anwender unserer Produkte sind, um deren Eingriffe nachhaltig zu erleichtern.

  • Wie viele Leute wurden im Studio mobilisiert?

Während der ersten Projektphase wurden intern dedizierte Ressourcen mobilisiert, dh etwa drei Personen über eineinhalb Jahre. Dann zwei Personen in den folgenden zwei Jahren und schließlich eine langfristige industrielle Nachfolge bis heute.

  • Hat Ihnen diese Mission ermöglicht, andere Ausschreibungen der RATP zu erhalten?

Nach einer neuen Ausschreibung arbeiten wir derzeit an der Bahnsteigbeleuchtung der Metrolinie 4, deren gesamte Linie mit automatischen Schachttüren ausgestattet ist. Oder ein Projekt, das 4000 laufende Meter Beleuchtung und Kabeldurchgänge repräsentiert.

 

A propos Fritsch-Durisotti:

Das Studio wurde 1993 vom Designer Antoine . gegründet Fritsch (Absolvent der Ateliers - ENSCI Ecole Nationale Supérieure de Création Industrielle), seit 2006 ist Vivien Durisotti, Designerin und Kreativdirektorin (Absolventin der Créapole - ESDI - Paris) dabei. Der gelernte Ingenieur Thierry Coste wurde 2013 dritter Partner in der Entwicklungsabteilung. Angeführt von diesem multidisziplinären Trio, dem Studio FRISCH-DURISOTTI ist ein echtes Kreativlabor. In Conflans Sainte-Honorine (78) beschloss er 2001, die Anlegeplätze für ihre Werkstatt zu legen. Offen für die Seine- und Flussaktivitäten ist die Umgebung mit ihren vielen Projekten im Zusammenhang mit Innovationen im Mobilitäts- und Freizeitsektor und ihren Engagement für Fragen der Umweltverantwortung. Das Team aus 6 sich ergänzenden Talenten arbeitet im kollaborativen Modus. Sie sind erfahren in Co-Creation und stellen gerne kollektive Intelligenz in den Dienst all ihrer Projekte.

Bildmaterial: © RATP / Xavier ChiboutfriedschUm mehr zu erfahren, besuchen Sie die Seite von Fritsch Durisotti.

 

 

 

 

 



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