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Im Rahmen der Internationalen Messe für zeitgenössische Kunst vergrößert Giuseppe Penone das Palais d'Iéna (16. Arrondissement) mit ebenso poetischen wie rätselhaften Werken von Arte Povera. Der berühmte italienische Künstler zeigt eine monumentale Pflanzeninstallation sowie zwei unveröffentlichte Skulpturen. Eine Ode an die Natur, die Auguste Perrets architektonischem Meisterwerk huldigt.

Installation Matrix di Linfa [Sap Matrix] resultiert aus einem langen Schöpfungsprozess. Um seinem Werk Leben einzuhauchen, gräbt Giuseppe Penone in den Wäldern eines hundertjährigen Nadelbaums in den französischen Alpen, bis er aus seinem Stamm das Material gewinnt, das 80 Jahren Wachstum entspricht. Der Hauptfehler der beiden Instal- lationseinheiten ist mit rotem Pflanzenharz gefüllt, das mit Terrakotta-Elementen verziert ist. Das erhabene Set ruht auf den Zweigen des Baumes und einem riesigen Lederteppich. Die aus organischem Material und Körperabdrücken des Künstlers gestaltete Installation stellt dann die Verbindung zwischen Mensch und Natur wieder her.

Giuseppe Penone installiert seine Arbeit im Zentrum des riesigen Hypostyle-Saals des Palais d'Iéna. Zu beiden Seiten der schlanken Säulen erhebt sich die monumentale Skulptur neben zwei anthropomorphen Skulpturen der Serie "Pensieri di foglie". In diesem klassischen architektonischen Rahmen gelistet, beleben Penones Kreationen ein gewisses kunstgeschichtliches Erbe.

Bis 24 Oktober 2019 sichtbar, entspricht die Installation den Proportionen und Strukturen des Gebäudes von Auguste Perret. Die Organizität der Skulpturen spiegelt die anthropomorphe Natur des Gebäudes wider. Die Töne sowie die verwendeten Materialien interagieren subtil mit dem rosafarbenen Marmor und dem grünen Porphyr-Beton, den Formteilen, den Pflanzenmotiven, den Säulen und der Logik einer Realisierung, in der "der Beton für sich selbst ausreicht". wie Auguste Perret versicherte.

Eine faszinierende Installation vor Ort, die uns dazu bringt, über unser Verhältnis zur Umwelt, zur Architektur und zur Natur nachzudenken.

Um mehr zu erfahren, besuchen Sie die Website des Palais d'Iéna, Wirtschafts-, Sozial- und Umweltrats

Fotos: Rebecca Fanuele © Palais d'Iena, Architekt Auguste Perret, UFSE, SAIF / Courtesy Archivio Penone und Marian Goodman Gallery, New York, Paris, London

Léa Pagnier



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